Dies war lange Zeit eine Utopie, da bislang Bezirksbeschäftigte vom passiven
Wahlrecht ausgeschlossen waren.
Vor 25 Jahren begann ich im Bezirkskrankenhaus Haar als zivildienstleistender
Arzt. Von Anfang an fühlte ich mich den Kranken aber auch den hier Beschäftigten
stark verpflichtet, dass ich nie eine Alternative für mich in Erwägung zog. Ich konnte einen sehr positiven Veränderungsprozess von der früheren Verwahrpsychiatrie hin zu einer modernen Sozialpsychiatrie miterleben und insbesondere auch selbst mitgestalten.
Doch seit einigen Jahren ist im Gesundheitswesen eine zunehmende Kostendeckelung zu verzeichnen, die einen Abbau an Betten und Arbeitsplätzen mit sich führte. Mittlerweile war durch die sehr begrenzten Rahmenbedingungen die notwendige psychiatrische Pflichtversorgung für die Stadt München und die angrenzende Region ernsthaft in Gefahr geraten.
Dies war ein entscheidender Grund, mich seit 2 Jahren aktiv im Betriebsrat zu engagieren. Seitdem bin ich mit 50%-iger Freistellung sowohl im lokalen Betriebsrat als auch Betriebsausschuss des gemeinsamen Betriebsrats tätig.
Eine Bezirkstags-Kandidatur für die SPD, bei welcher ich seit 25 Jahren Mitglied bin, ist für mich eine nur logische Konsequenz, um meine Erfahrung in den Dienst der weiteren Psychiatrieplanung zu stellen.